Aussaat von Bohnen

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Anleitung zur Aussaat von Bohnen: Samentüten Dolmetscher und mehr

Der richtige Zeitpunkt

Bohnen sind frostempfindlich. Das bedeutet: Bohnen sterben ab, wenn sie in irgendeiner Form mit Frost in Verbindung kommen! Deshalb dürfen Bohnen erst in den Garten, wenn sicher kein Frost mehr droht, was in den meisten Gegenden Mitte Mai der Fall ist. Auf den Samen Tüten wird sowohl die ideale Keimtemperatur als auch die Keimdauer angegeben, z.B: 10 bis 20 Tage; 15 bis 22 C°.

  • Das bedeutet, die Aussaat sollte erfolgen, wenn in nächsten 10 bis 20 Tagen mit einer Temperatur im genannten Rahmen zu rechnen ist.

Da Stangenbohnen wirklich sehr wärme bedürftig sind, ist diese Angabe aber etwas zu ungenau. Besser das alte Sprichwort beachten: Bohnen muss man barfuß säen. D.h. erst wenn sich der Boden so weit erwärmt hat, dass wir uns ohne Schuhe wohl fühlen, wollen Bohnen ins Beet. Das kann durchaus erst Mitte Juni sein.

 

Direktsaat oder Vorziehen?

Bohnensamen sind groß und kräftig und können sich im Beet gut behaupten. Allerdings brauchen Bohnen wirklich gut erwärmte Böden um sich richtig wohl zu fühlen. Je nach Wetterlage kann es daher sinnvoll sein, Bohnen an einem warmen Platz vorzuziehen. Außerdem lieben Schnecken die frisch gekeimten Bohnensämlinge. Wer viele Schnecken hat sollte deshalb ebenfalls über die Vorkultur nachdenken.  Da Bohnen sehr schnell wachsen sollte die Aussaat in Töpfen etwa 2 Wochen vor dem geplanten Umzug in den Garten stattfinden. Ansonsten wird der Topf zu klein.

Die im Video gezeigte Aussaat eignet sich sowohl für Busch- als auch für Stangenbohnen. Die Anordnung im Beet ist für Stangenbohnen ausgelegt.

Werden die Bohnen im Haus vorkultiviert gilt: Bevor es ins Beet geht, müssen die jungen Bohnen an Freiland Bedingungen gewöhnt werden. Dafür werden die Jungpflanzen 10 Tage lang tagsüber ins Freiland gestellt, die Nacht verbringen sie im Haus.

 


Platzbedarf

Die angegebenen Abstände auf den Tütchen beziehen sich auf ein einfach umgegrabenes Gemüsebeet ohne spezielle Vorbereitung. Für Buschbohnen bedeutet das: Im Beet zieht man eine 1 bis 2 cm tiefe Rille. Wer in einem einfach umgegrabenen Beet arbeitet legt alle 30 cm je zwei Bohnenkerne in die Erde. Die Reihen untereinander brauchen einen Abstand von 40 cm. Wenn die Bohnen einige Zentimeter hoch sind, wird der jeweils schwächer Sämling entfernt.

Beim Hoch-oder Tiefbeet ist die Erde viel lockerer und hummosreicher. Die Bohnen können in diesen Beeten mit ihren Wurzeln in die Tiefe ausweichen und dürfen deshalb enger beieinander stehen: in versetzten Reihen wird im Abstand von 20 cm gesät.

 

Bei Stangenbohnen richtet sich der Abstand hauptsächlich noch der verwendeten Kletterhilfe.  Um jede Stange wird im Kreis eine 2 cm tiefe Furche gezogen. In diese Furche werden sechs bis acht Bohnenkernen gelegt. Gut zu sehen in diesem Video: 

Egal ob Aussaat im Beet oder Vorkultur:

Immer sollten 20 % mehr ausgesät werden, um mögliche Verlust auszugleichen.

 


Wasserbedarf

Samen entwickeln sich nur zu gesunden Jungpflanzen, wenn sie weder zu viel noch zu wenig gegossen werden! Details über das Gießen von Jungpflanzen