Hochbeete

Die Planung

Auch wenn Hochbeete gerade boomen und überall empfohlen werden: Hochbeete allein bieten noch lange keine Erntegarantie. Bevor du zum Akku-Bohrer greifst sind einige Vorüberlegungen sinnvoll, zumal der Bau von Hochbeeten recht aufwendig und teuer ist.

 


Genug Sonne?

Ohne Sonne wächst kein Gemüse, auch im Hochbeet nicht. Vor dem Bau sollte man den gewünschten Standort daher bezüglich der Sonneneinstrahlung genau beobachten. Ab drei Stunden Sonne ist der Anbau von Blattgemüse möglich, Fruchtgemüse braucht mindestens fünf Stunden Sonne am Tag. Weitere Informationen zur Standortwahl

 

Material vorhanden?

Der Clou beim Hochbeet liegt in der mehrschichtigen Füllung: Unten grobes Material, z.B. Heckenschnitt, in der Mitte frische, gemischte Gartenabfälle, oben fruchtbare Erde. Dabei ist es immer wieder erstaunlich, wie viel ein Hochbeet an Material frisst! Damit du eine Vorstellung bekommst, was in diesem Fall "viel" bedeutet: Wir haben ein ca. 150 m² großes, verwildertes Grundstück übernommen. Mein Plan: Mit den bei bei der Neuanlage anfallenden Gartenabfällen zwei Hochbeete (1m x2m) füllen. Anders als erwartet genügte das Material nicht!  Nur dank netter Nachbarn, die mir bereitwillig frische Gartenabfälle überließen, sind unsere Hochbeete voll geworden. 

Die Alternative, Füllmaterial kaufen, hat auch ihre Tücken: ein durchschnittliches Hochbeet mit den Maßen 1m x 2m und 0,8 m Höhe fasst 1600 Liter. Wenn das Material in 50 Liter Säcken verpackt ist, wären das 32 Säcke. Für Stadtgärtner ohne Parkplatz vor dem Haus kann das schon eine logistische Herausforderung sein.

 

Zeit zum Gießen?

In gut gepflegten Bodenbeeten kann Gemüse durchaus lernen, eine Woche ohne Bewässerung auszukommen. Nicht so im Hochbeet: Durch den lockeren Aufbau fließt das Wasser viel schneller ab. Im Sommer bei höheren Temperaturen muss deshalb spätestens nach zwei Tagen gegossen werden.

Vorteile des Hochbeets

Wenn ein Hochbeete zu deinem Garten und deinem Leben passt, bietet es gegenüber Bodenbeeten einige Vorteile:

  • Von Anfang an fruchtbare Böden: Ein normalen Gartenboden braucht einige Jahre an Pflege, bis das Gemüse richtig loslegt. Mit dem Hochbeet können sich auch unerfahrene Gärtner meist schon in der ersten Saison über eine üppige Ernte freuen.
  • Größere Erträge: Da die Erde sehr locker und humusreich ist kann das Gemüse enger gesetzt werden. Durch die freigesetzten Nährstoffe und die Wärme wächst das Gemüse außerdem üppiger. Meine Paprika z.B. waren im Hochbeet gut dreimal so stark mit Früchten behangen wie im Bodenbeet. Wurzel- und Knollengemüse wächst etwa doppelt so schnell zu ansehnlicher Größe heran. So kann der Platz im Hochbeet öfter wieder bepflanzt werden.
  • Angenehmer zu bearbeiten ist das Hochbeet natürlich auch

An die Arbeit

 Bis es soweit ist, sind aber einige (schweißtreibende) Arbeitsschritte erforderlich:

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Julia (Montag, 16 Oktober 2017 11:38)

    Hallo, ich finde Deine Seite klasse und habe schon fast alles gelesen.
    Im 1. Gartenjahr habe ich ein ganz einfaches Hügelbeet ohne Kompost oder ähnlichem, nur Lehmboden bepflanzt. Super waren Kartoffeln und Steckzwiebeln.
    Radieschen wurden riesig aber waren so scharf, dass wir sie nicht essen konnten.
    Nächstes Jahr gibts zusätzlich Knoblauch.
    Die Erdbeeren waren nix. Da besorge ich gerade dauertragende mit angeblich tollem Aroma für Tontöpfe. Petersilie brauche ich viel, da habe ich Töpfe im Supermarkt gekauft und ausgepflanzt.
    Dill sähe ich auch 2018 aus und ein Himbeer/Brombeerbeet lege ich an.
    Außerdem 2 Tontöpfe mit saurer Erde und Heidelbeeren.
    Ich werde auch Gemüse und Blumen im Beet mischen, zb Calendula.
    Zwei Johannisbeeren ziehe ich als V-Spalier mit 3 Trieben. Ein Experiment.

    Lg Julia