Schädlinge und Krankheiten

Fast alle unsere Gemüsepflanzen stammen aus anderen Ländern oder wurden züchterisch so stark verändert, dass sie in der freien Natur eigentlich keine Überlebenschancen haben. Wer seinen Garten nicht pflegt wird feststellen, dass gesundes, gut gedeihendes Gemüse eine absolute Ausnahme ist, sofern überhaupt etwas gedeiht. Umgekehrt bei guter Vorbereitung, passendem Standort und richtiger Pflege: Das Problem Schädlinge und Krankheiten löst sich weitgehend in Nichts auf! So sollte jeder Gärtner bei kranken Pflanzen zuerst die folgenden Punkte abklären:

  • Licht und Temperatur: Bekommt das Gemüse seinen Bedürfnissen entsprechend genug Wärme und Sonne?
  • Boden: Ist der Humus Gehalt hoch genug? Steht vielleicht eine Feuchtigkeits-empfindliche Pflanze auf einem staunassen Boden? Nicht jedes Gemüse wächst in jedem Gartenboden. Manchmal müssen bestimmte Sorten in Kübeln oder Hochbeet kultiviert werden.
  • Wasser: Habe ich die Pflanzen regelmäßig gegossen? Oder vielleicht zu häufig?
  • Fruchtwechsel: Wachsen seit mehreren Jahren Gemüse aus der gleichen Familie immer auf dem selben Beet?
  • Dünger: Erhält mein Gemüse zu viel oder zu wenig Nährstoffe?

Leider gibt es auch einige wenige Krankheiten und Schädlinge, die auch das aller gesündeste Gemüse befallen. Die folgenden Probleme treten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf, und wer die entsprechenden Gemüse pflanzt, sollte unbedingt Vorsorge treffen!

Kraut und Braunfäule der Tomaten, bzw. Kraut und Knollenfäule der Kartoffel

Verantwortlich für diese Krankheit ist der Pilz Phytophthora infestans. Die Krankheit beginnt mit braunen Flecken auf den Blättern. Bei ungünstiger Witterung sterben die Blätter schnell ganz ab, später werden die Früchte bzw. Knollen ungenießbar.


Der Kohlweißling

Dieser schöne Schmetterling legt seine Eier an der Blattunterseite von Pflanzen aus der Kohlfamilie ab. Nach wenigen Wochen schlüpfen die Raupen und beginnen zu fressen. Nach kurzer Zeit bleibt vom Kohl nur noch ein Gerippe übrig.


Die Möhrenfliege

Die Möhrenfliege legt ihre Eier in der Nähe der Möhren ab. Die frisch ausgeschlüpften Maden fressen Gänge in die Möhre, das Gemüse wird ungenießbar.

Die Kohlfliege

Die Kohlfliege arbeitet genauso wie die Möhrenfliege: Sie legt ihre Eier am Wurzelhals oder in unmittelbarer Nähe der Kohlpflanze ab. Die Maden fressen sich in die Wurzeln ein, was Jungpflanzen zum Absterben bringt.