Bepflanzen

 Endlich kommen wir richtig zur Sache! Wer nun aber glaubt, er darf seine frisch gekauften Setzlinge einfach ins Beet pflanzen, hat sich gründlich geirrt. Damit unser Gemüse gut gedeiht, müssen wir sowohl Platz als auch Kombination sehr sorgfältig wählen. Und egal, nach welchem Schema wir pflanzen, immer brauchen wir mindestens drei Beete oder ein in drei Teile geteiltes Beet. Damit kein Chaos entsteht sollte jeder Gärtner vor dem Pflanzen einen Pflanzplan erstellen.

Ein Beispiel, wie so ein Pflanzplan aussehen kann.

Und die wichtigsten, seit Jahrhunderten bewährten Pflanzregeln:

Fruchtwechsel

Fruchtwechsel bedeutet, dass jährlich die Anbaufläche gewechselt wird, und Gemüse aus der gleichen Familie erst wieder nach drei bis vier Jahren an der selben Stelle wächst. Der Fruchtwechsel wird mit einer der beiden anderen Anbaumethoden kombiniert. weiter

Fruchtfolge

Wer viel Platz hat, wählt die Fruchtfolge. Dabei werden Gemüse nach ihrem Nährstoffbedarf in Gruppen eingeteilt und jedes Jahr auf einem anderen Beet angebaut. weiter


Mischkultur

Ein wenig komplizierter, aber dafür viel ertragreicher ist die Mischkultur. In der Mischkultur werden die Pflanzen so kombiniert, dass sie sich im Wachstum ergänzen und gegenseitig günstig beeinflussen. Eine faszinierende Anbaumethode. weiter


Gartenalltag

Kein Zweifel: Am besten würde unser Gemüse wachsen, wenn wir alle drei Anbaumethoden miteinander kombinieren würden. Wir sortieren unser Gemüse nach Nährstoffbedarf, setzen nur Pflanzen nebeneinander die sich gern haben und achten darauf, dass jede Pflanzenfamilie nur alle drei Jahre an selben Platz wird. In kleinen Gärten ist das leider unmöglich! Was wir jedoch unbedingt brauchen sind mindestens drei Beete, oder ein in drei Teile aufgeteiltes Beet. Auf jedem Beet wachsen eine oder mehrere Hauptkulturen. Die Hauptkultur ist diejenige, die das Beet über den längsten Zeitraum beansprucht. Diese Hauptkulturen sollten aus unterschiedlichen Familien stammen und jedes Jahr ein Beet weiter wandern. Gemüse, das nur kurz im Beet bleibt wie Salat oder Radieschen wird einfach ignoriert. Wer nach den Regeln der Fruchtfolge gärtnert, sollte die Regeln der Mischkultur so weit wie möglich  beachten. Vor allem sollten negative Pflanzenkombinationen gemieden werden.

Wer mit der Mischkultur arbeitet wird meist auf jedem Beet Stark-, Mittel- und Schwachzeher kombinieren und kann die Regeln der Fruchtfolge allenfalls noch am Rande berücksichtigen. Der Fruchtwechsel der Hauptkulturen sollte jedoch beachtet werden.