Bohnen pflanzen

Die Gartenbohne reiht sich ein in die Gruppe der Gemüsearten, die kaum Arbeit machen.

Bohnen Anbau: Aussaat, Pflege und Ernte

Anspruch

Der Anbau von Bohnen im eigenen Garten
Bohnen

Sehr einfach. Die meisten Gärtner, auch ohne Erfahrung, haben mit Bohnen Erfolg. Einzige Hürde: Die Nacktschnecken müssen von den frisch gekeimten Kernen ferngehalten werden!

 

Anfänger?

 Video und weitere Details über Bohnen für Gärtner ganz ohne Vorkenntnisse.

Zeitfenster

Stangenbohnen können von Anfang bis Ende Mai ausgesät werden, Buschbohnen sogar noch bis Ende Juni. Bei Stangenbohnen setzt die Ernte 8 bis 12 Wochen nach der Aussaat ein. Bei Buschbohnen müssen wie nur 6 bis 8 Wochen warten. Die Ernte dauert bis zum Herbstanfang.

 

Standort

Bohnen brauchen viel Sonne. Die meisten Garten Ratgeber empfehlen 6 Stunden Sonne am Tag. Mein Gemüsegarten liegt geschützt vor einer Ziegelmauer. Dort gedeihen meine Bohnen prächtig, obwohl sie mit nur vier bis fünf Stunden Sonne auskommen müssen. Was den  Fruchtwechsel angeht, sind sich die Gelehrten leider nicht einig: Die meisten Ratgeber empfehlen einen dreijährigen Fruchtwechsel. Das bedeutet: Da, wo ich meine Bohnen hin pflanze, dürfen zwei Jahre vorher und zwei Jahre nachher keine Bohnen oder Gemüsearten aus der selben Familie (Erbsen, Dicke Bohnen) wachsen. Andere Experten halten Bohnen für selbst verträglich und pflanzen sie Jahr für Jahr an den selben Standort. 

 

Aussaat und Pflanzen

Bohnen wollen erst nach draußen, wenn der Boden wirklich warm ist. Ein altes Sprichwort empfiehlt: Bohnen muss man Barfuß säen. Also entweder Ende Mai/Anfang Juni direkt ins Beet säen oder Anfang Mai im Haus vorziehen und Ende Mai die Jungpflanzen ins Beet setzen. Ich ziehe meine Bohnen immer im Haus vor, weil die jungen Bohnenkeimlinge leicht den Schnecken zum Opfer fallen. Außerdem setzt die Ernte dann etwas früher ein. Anleitung zur Aussaat von Bohnen.

Der Pflanzabstand beträgt  15 bis 30 cm für Buschbohnen; bei Stangenbohnen werden 6 bis 8 Bohnen im Kreis um die Stange gelegt, die Stangen brauchen einen Abstand von ca. 50 cm. Die Saattiefe beträgt etwa 2 cm.

 

Pflegen und Ernten

Die wichtigsten Pflegemaßnahmen finden vor dem Pflanzen statt.

 

  Bohnen gehören zwar zu den anspruchslosen Gemüsearten und sind auch bei mir auf Anhieb gut gewachsen. Eine zuverlässige Ernte gibt es aber nur nach einer guten Bodenvorbereitung.

 

  Bohnen versorgen sich selbst mit Nährstoffen, sie brauchen daher keinen zusätzlichen Dünger, eine  Kompostgabe vor Aussaat oder Pflanzung genügt vollkommen.  Genaue Angaben zu den erforderlichen Dünge- und Kompostmengen sind in Biogärten immer schwierig, da wir ja den Boden ernähren und nicht die Pflanze. Und die Zusammensetzung von boden und Kompost variiert in jedem Garten. Wer keine Boden Analyse durchführen möchte kann zunächst einmal nach diesen Richtlinien düngen:

 

 

Mein Gartenboden war anfangs extrem hart und verdichtet. Um die Bodenstruktur zu verbessern verteile ich deshalb möglichst viel reifen Kompost. Falls vorhanden auch mehr als einen Eimer. Aber wie gesagt: jeder Boden tickt anders!

 

  Bohnen haben einen hohen Wasserbedarf. Dank einer Mulchschicht hält sich der Gießaufwand bei mir aber in Grenzen, meist gieße ich nur einmal pro Woche. Achtung! Auch beim Gießen kann einiges schief gehen!

 

 

Erntereif sind die Bohnen sobald sie wie Bohnen aussehen. Je jünger, umso zarter im Geschmack. Wenn sich die Kerne deutlich abzeichnen, schmecken die Bohnen etwas zäh. Bohnen setzen um so mehr Hülsen an, je mehr geerntet wird.

 

Bohnen und Nacktschnecken

Frisch gekeimte Bohnen sind bei Nacktschnecken sehr beliebt und müssen geschützt werden.

 

Bohnen im Topf

Bohnen wachsen sehr gut im Topf. Anleitung zum Anbau von Bohnen im Topf

 

Bohnen im Garten-Alltag

Ein Hoch auf Blauhilde!

Gemüse als Deko
Blauhilde und Neckargold geben ein sehr dekoratives Paar

 

Bohnen wachsen bei mir völlig problemlos. Als Stütze nutze ich Bambusstangen. Ich habe vier Stangen um die ich jeweils sechs Bohnen pflanze. Die Erntezeit beginnt Ende Juli/Anfang August und dauert bis Ende September. Die Erträge sind sehr reichlich: wir könnten locker zwei Mal pro Woche Bohnen essen. Meine Lieblingssorte ist die "Blauhilde" sie ist robust, sehr ertragreich und wunderbar zart. Außerdem sind die Bohnen nicht grün, sondern lila, sieht einfach toll aus! Dazu pflanze ich noch die Sorte "Neckargold". Die ist zwar nicht ganz so ertragreich und zart wie "Blauhilde", aber es sieht schön aus, wie die golden mit den lila Bohnen die Stangen hochranken. Da wir ohnehin zu viele Bohnen haben nutze ich "Blauhilde" und "Neckargold" auch als Deko. Nur eines nehme ich der wunderbaren "Blauhilde" übel: Beim Kochen wird aus dem lila wieder langweiliges grün.

 

Anbauwert: wächst unkompliziert, und die zarten, jungen Bohnen bekommt man in der Qualität nicht im Handel.

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