(Salat-) Gurken pflanzen

Gurken zählen inzwischen zu meinen Lieblings-Gemüsearten: Sie sind pflegeleicht und lassen sich monatelang beernten.

Gurken Anbau: Aussaat, Pflege und Ernte

Anspruch

Anbau von Gurken im eigenen Garten
Gurke

 Salatgurken sind anspruchsvoll und waren lange Gärtnern mit Gewächshaus vorbehalten. Inzwischen gibt es aber robustere Sorten. Veredelte Gurken sind sogar für Anfänger geeignet. Besonders erfolgversprechend: Der Anbau im Topf.

 

Anfänger? Video und weitere Details für Gärtner ohne Vorkenntnisse.

Zeitfenster

Wer sich das Leben leicht machen will kauft sich im Mai vorgezogene Jungpflanzen. Die ersten Gurken gibt es dann nach vier bis sechs Wochen. An einem geschützten Standort kann bis in den September geerntet werden.

 

Standort

  Salatgurken lieben es sonnig und warm. Da mein Gemüsegarten nur 4 bis 5 Stunden täglich in der Sonne liegt und bereits im September durch die umliegenden Häuser stark beschattet wird, ziehe ich meine Gurke auf dem Balkon, wo sie fast den ganzen Tag Sonne bekommt, auch noch im Herbst.

Egal ob Garten oder Topf, in der selben Erde sollten im Jahr davor oder danach keine Gemüsearten aus der selben Familie wachsen (Zucchini, Kürbis). Bei dreijährigem Fruchtwechsel gedeihen Gurken noch besser.

 

Aussaat

Gurken sind frostempfindlich, dürfen also erst Mitte Mai nach draußen. Da sie so schnell wachsen ist um diese Zeit sogar noch eine Direktsaat ins Beet möglich. Ich selbst habe noch keine Erfahrung mit der eigenen Anzucht. Da ich mit einer einzigen Gurkenpflanze mehr als gut bedient bin, kaufe ich mir im Mai immer eine Jungpflanze. Wer gern selber säen möchte: Am besten eignet sich eine Aussaat in Einzeltöpfe, wie in dem gleichnamigen Video auf der Seite Aussaat und Jungpflanzen zu sehen. Mitte bis Ende April ist früh genug.

 

Pflanzen

Salatgurken wachsen am besten in die Höhe an einem Rankgerüst. Von Gurke zu Gurke ist ein Abstand von 60 cm erforderlich. Wer Gurken mit anderen Gemüsearten gemeinsam pflanzt sollte unbedingt die Regeln der Mischkultur beachten!

 

Pflegen und Ernten

Die wichtigsten Pflegemaßnahmen finden vor dem Pflanzen statt.

  Gurken sind sehr anspruchsvoll in der Ernährung, daher brauchen sie unbedingt eine sorgfältige  Bodenvorbereitung. 

   Damit die Gurken gleich mit ihrem beeindruckenden Wachstum loslegen können, sollte ebenfalls vor der Pflanzung Dünger und Kompost verteilt werden. Genaue Angaben zu den erforderlichen Düngemengen sind in Biogärten immer schwierig, da wir ja den Boden ernähren und nicht die Pflanze. Und jeder Boden tickt nun mal anders. Wer keine Boden Analyse durchführen möchte kann zunächst einmal nach diesen Richtlinien düngen:

 

  • Zwei Eimer voll Kompost und zwei Handvoll Hornspähne pro m², wie bei allen Starkzehreren.

Anfang Juli dünge ich meine Gurke mit Hornmehl nach.

Gurken haben einen sehr hohen Wasserbedarf. 

  Eine Mulchschicht hält den Gießaufwand einigermaßen in Grenzen. Achtung! Auch beim Gießen kann einiges schief gehen!

 

Der richte Erntezeitpunkt ist auch für Anfänger leicht zu erkennen: Die Gurke ist reif, wenn sie ihre sortentypische Größe erreicht hat. Also auf keinen Fall große Gurken schon im Jungstadium ernten oder Minigurken groß werden lassen.

 

Gurken im Topf

In Töpfen mit min. 10 Liter Volumen ist der Gurken Anbau sehr gut möglich. Anleitung zum Gurken Anbau auf dem Balkon.

 

Gurken im Garten-Alltag

Es lebe die Hightech-Gurke!

Ich habe mit dem Gurkenanbau erst Erfolg, seit ich eine veredelte Gurke verwende. D.h., die empfindliche Salatgurke wächst auf robusten Wurzeln einer wilden verwandten aus der Gurkenfamilie. Diese veredelten Pflanzen sind teuer, aber die Anschaffung lohnt sich unbedingt. Mitte Mai kaufe ich eine einzelne Gurkenpflanze, von der ich von Juni bis September wöchentlich ca. drei Salatgurken ernte. In manchen Wochen trägt die Pflanze auch so reich, dass ich dankbar bin für die Tage, an denen mal keine Gurke reif ist. Die Gurke wächst in einem Kübel in einer geschützten Ecke auf meiner Terrasse. Die Blumenerde im Kasten erneuere ich jedes Jahr, Ende Juli dünge ich noch einmal. Wasser braucht die Gurke reichlich - einmal am Tag richtig nass machen - mehr ist nicht zu tun. Mit Mehltau hatte ich bei dieser Hightech-Gurke noch nie ein Problem.

Anbauwert: Hoher Ertrag bei wenig Arbeit. Im Handel werden Salatgurken aus regionalen Freilandanbau kaum angeboten. Geschmacklich sind Minigurken besser als große Gurken aus dem Supermarkt, allerdings ist der Geschmacksunterschied für mich nicht so groß wie bei Tomaten.

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