Zucchini pflanzen

Kaum eine Gemüseart ist so dankbar wie Zucchini. Am liebsten pflanze ich runde, gelbe Zucchini.

 

Zucchini Anbau: Aussaat, Pflege und Ernte

Anspruch

Anbau von Zucchini im eigenen Garten
Zucchini

Mit Zucchini können auch Anfänger nicht viel falsch machen. In den meisten Gärten  wachsen sie schneller, als die Schnecken fressen können. Auch sonst brauchen sie nicht viel Pflege. Allerdings müssen wir für ausreichend Nährstoffe sorgen.

 

Anfänger?

Video und allgemeine Einführung für alle, die noch nie Zucchini angebaut haben.

Zeitfenster

Zucchini sind frostempfindlich und dürfen erst Mitte Mai in den Garten. Entweder Jungpflanzen kaufen oder Mitte April in möglichst große Töpfe im Haus aussäen. Die Ernte beginnt schon Mitte Juni und dauert bis September/Oktober.

 

Standort

Zucchini brauchen viel Sonne. Die meisten Garten Ratgeber empfehlen 6 Stunden Sonne am Tag. Mein Gemüsegarten liegt geschützt vor einer Ziegelmauer. Dort gedeihen meine Zucchini prächtig, obwohl sie mit nur vier bis fünf Stunden Sonne auskommen müssen. Am selben Standort sollten im Jahr davor oder danach keine anderen Gemüse aus den selben Familie (Kürbisse und Gurken) wachsen. Bei drei- oder vierjährigem Fruchtwechsel gedeihen Zucchini noch besser.

 

Aussaat und Pflanzen

Wer sich das Leben leicht machen will, kauft einfach Jungpflanzen. Ab Mai werden sie überall angeboten. Beim Kauf von Jungpflanzen zahlt sich Bescheidenheit aus: Je kleiner die Pflanzen, umso einfacher und schneller wachsen sie an.

Da ich am liebsten gelbe, runde Zucchini mag, die nur selten angeboten werden, ziehe ich im April meine eigenen Jungpflanzen heran.

Anleitung zur Aussaat von Zucchini.

Egal ob gekauft oder selbst gezogen: Zucchini dürfen erst nach draußen, wenn kein Frost mehr droht, meist Mitte Mai. Die Pflanzen brauchen untereinander 60 bis 100 cm Abstand in alle Richtungen; sowohl im normalen als auch im  Hoch- oder Tiefbeet.

Wie alle Gemüsearten gedeihen auch Zucchini besonders gut, wenn die Regeln der Mischkultur beachtet werden.

Pflanzplan

 

Pflegen und Ernten

Die wichtigsten Pflegemaßnahmen finden vor dem Pflanzen statt.

Zucchini gehören zwar zu den anspruchslosen Gemüsearten und sind auch bei mir auf Anhieb gut gewachsen. Trotzdem: Pflegeleichter und gesünder wachsen Zucchini nach einer guten   Bodenvorbereitung. 

Zucchini brauchen viel Nahrung, daher am besten vor dem Pflanzen auch schon Dünger und Kompost verteilt werden. Genaue Angaben zu den erforderlichen Düngemengen sind in Biogärten immer schwierig, da wir ja den Boden ernähren und nicht die Pflanze. Und jeder Boden tickt nun mal anders. Wer keine Boden Analyse durchführen möchte kann zunächst einmal nach diesen Richtlinien düngen:

  • Zwei Eimer voll Kompost und zwei Handvoll Hornspähne pro m², wie bei allen Starkzehreren.

Mein Gartenboden war anfangs extrem hart und verdichtet. Um die Bodenstruktur zu verbessern verteile ich deshalb möglichst viel reifen Kompost. Falls vorhanden mehr als zwei Eimer. Aber wie gesagt: jeder Boden tickt anders! Anfang Juli dünge ich meine Zucchini nach, diesmal verwende ich das schneller wirksame Hornmehl.

Zucchini haben einen hohen Wasserbedarf. Dank einer Mulchschicht

hält sich der Gießaufwand bei mir aber in Grenzen, meist gieße ich nur einmal pro Woche. Achtung! Auch beim Gießen kann einiges schief gehen!

 

Beim ernten gilt die Regel: Möglichst jung! Längliche Zucchini schmecken am besten bei einer Lange von 10 bis 20 cm. Meine runden Zucchini ernte ich, wenn sie etwa Tennisball Größe erreicht haben.

 

Zucchini und Nacktschnecken

Zwar wachsen Zucchini meist schneller, als die Schnecken fressen können. Auch entsprechen die Blätter mit ihrer stachligen Struktur nicht so recht den Vorlieben der Nacktschnecken.

Frisch gesetzte Jungpflanzen und die zarten Blüten sind dagegen sehr beliebt und müssen vor  Schnecken geschützt werden.

 

Zucchini im Garten-Alltag

Hilfe, die Zucchini kommen!

Zucchini rankt nach oben
Diese Zucchini wächst in die Höhe

Für viele Gärtner gibt es bei Zucchini nur ein Problem: Wohin mit den vielen Früchten?! Gewöhnlich wird empfohlen zwei Pflanzen zu setzen. Hintergrund ist die Bestäubung: Zucchini haben männliche und weibliche Blüten, die weiblichen sind leicht an der Minifrucht am Blütenansatz zu erkennen. Eine Frucht entsteht nur, wenn eine männliche und eine weibliche Blüte gleichzeitig blühen, was natürlich bei zwei Pflanzen wesentlich öfter der Fall ist. Aber wollen wir so viele Zucchini? Ich will das nicht und habe deshalb nur eine Pflanze. Ich ernte meist ein bis zwei Früchte pro Woche, was mir vollkommen reicht. Bei zwei Pflanzen kann es fast täglich eine Frucht geben, und wer drei Pflanzen setzt, braucht schon eine Großfamilie, um der Ernte noch Herr zu werden.

Die ersten Früchte wachsen fast immer problemlos. Die Herausforderung besteht darin, die Zucchini den ganzen Sommer über bei Laune zu halten. Da ist zum einen der Platzbedarf: Zucchini wandern durch das Beet und nehmen im August gern 2 m² in Beschlag. In meinem ersten Zucchini-Jahr hatte ich nicht so viel Platz reserviert, und die Zucchini ist in den Mais hinein gewandert. Vom Mais beschattet hat sie sich gar nicht mehr wohlgefühlt und keine gesunden Früchte mehr entwickelt. Da ich der Zucchini keine 2 m² zur Verfügung stellen kann, leite ich die Pflanze in die Höhe. Das bringt noch einen weiteren Vorteil: Die Blätter bekommen mehr Licht und Sonne und sind so weniger Pilz anfällig.

Neben dem Ausbreitungsdrang muss noch der Nährstoffhunger der Zucchini beachtet werden: Ich dünge meine Pflanze während des Sommers ein bis zweimal mit Hornmehl nach, ansonsten produziert die Zucchini ab Ende Juli keine kräftigen Blätter mehr. Die sind jedoch wichtig, da Zucchini fast immer von Mehltau befallen werden. Nur bei guter Nährstoffversorgung wachsen immer wieder gesunde Blätter nach, so dass die Ernte nicht beeinträchtigt wird.

 

Anbauwert: Im Handel erhältlich Zucchini sind für Feinschmecker eigentlich immer zu groß, außerdem beginnen Druckstellen schnell zu faulen.

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