Erbsen und Zuckerschoten pflanzen

Ein richtig liebenswertes Gemüse: Erbsen und Zuckerschoten sehen hübsch aus, pflegen den Boden und schmecken frisch viel besser als Handeslware.

 

Erbsen (Zuckerschoten) Anbau: Aussaat, Pflege und Ernte auf einen Blick

Wenn du bisher noch keine Erfahrung im Gemüseanbau hast, sieh dir auch die Seite Erbsen Anbau für Einsteiger an.

  • Familie: Hülsenfrucht; Standort jährlich wechseln.
  • Standort: sonnig oder halbschattig.
  • Nährstoffbedarf:  Schwachzehrer.
  • Anbauzeit:
    Je nach Sorte erfolgt die Aussaat von März bis Mai, erntereif sind die Erbsen zwei bis drei Monate später.
  • Pflanzabstand: 5cm in der Reihe und 30 cm zwischen den Reihen; im Hoch- oder Tiefbeet 5 cm in der Reihe und 15 cm zwischen den Reihen.
  • Saattiefe: 2-3 cm
  • Pflege: normal; gute Bodenpflege erforderlich; Anbaumethode beachten; Sorten, die über 50 cm hoch wachsen brauchen eine Stütze. Vor Mäusen und Vögeln schützen.
  • Schnecken: Jungpflanzen mäßig beliebt.
  • Ernte: Wenn die Erbsen eher eine kleine "Erbsengröße" erreicht hat, pralle Erbsen schmecken mehlig; Zuckererbsen ernten, wenn die Schoten gut entwickelt, die Erbsen aber noch ganz klein sind.
  • Topfkultur: Problemlos möglich. mehr
Erbsen pflanzen

Videoanleitung

Im Video (englisch) ist der Werdegang der Erbse von der Aussaat bis zur Ernte zu sehen. Der erwähnte lange Erntezeitraum gilt aber nur im kühlen, irischen Klima! In Deutschland blüht und fruchtet die einzelne Erbsenpflanze nur sehr kurz, etwa zwei bis vier Wochen. Wer über einen längeren Zeitraum ernten will, muss regelmäßig nach säen.


Erbsen und Zuckerschoten im Garten-Alltag

Deine Erbse, das unbekannte Wesen!

Erbsen aus dem Garten sind ein völlig anderes Gemüse als Tiefkühl- oder Dosenerbsen aus dem Handel. Der Grund: Erbsen erhalten sehr viel Zucker, der kurz nach der Ernte in Stärke verwandelt wird. Am besten schmecken Erbsen frisch und roh aus der Schote.

Ich ziehe die Erbsen in Töpfen vor, da im Frühjahr die Plätze im Beet knapp sind. Als Stütze benutze ich einfache Kletterhilfen aus Bambus. Erbsen Samen werden gern von Mäusen oder Vögeln gefressen. Wenn ich die Erbsen nicht in Töpfen vorziehe lasse ich die Samen einen Tag im Wasser einweichen, anschließend fülle ich sie in ein Keimglas. Erst wenn sich die ersten Keimlinge sehen lassen, kommen die Erbsen ins Beet. Vögeln und Mäusen scheinen sie dann schon nicht mehr zu schmecken.

Bei Mark- und Palerbsen fällt die Ernte sehr klein aus: Es gibt zwischendurch immer was zum Naschen, aber mit einem m² Erbsen wird man kaum einen Topf voll bekommen. Anders bei Zuckererbsen: Aus einer 1 Meter langen Reihen ernte ich ein bis zwei Mal Zuckererbsen als Beilage für ein Mittagessen.

Weitgehend unbekannt aber sehr lecker ist die Nutzung der Blätter als Salatzutat, die sogenannten Erbsensprossen: Dafür eigenen sich am besten hohe Sorten. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr wie bei anderen Sorten auch. Wenn die Pflanzen 30 cm hoch sind schneide ich die oberen 5 cm ab. Die Sprosse wandert mit Blättern und Ranken in den Salat. Die Pflanzen sehen danach manchmal etwas mitgenommen aus, bilden aber schnell neue Seitensprossen, die nach rund 10 Tagen wieder abgeknipst werden können. Das funktioniert etwa 10 Wochen lang, dann bilden die Erbsen Blüten. Die Blüten können ebenfalls gegessen werden, oder man lässt ganz normal die Schoten ausreifen.

Anbauwert: Erbsen aus der Hülse liefern zwar miserable Erträge, schmecken aber sehr lecker; bei Zuckererbsen und Sprossen fällt die Ernte passabel aus, und allen Erbsen ist gemeinsam, dass man sie in Gartenqualität nirgendwo im Handel bekommt.

 

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