Mangold Anbau für Einsteiger

Wie Mangold wächst

Mangold wird aus Samen gezogen. Was wie ein Samenkorn aussieht, ist eigentlich ein Knäuel aus drei bis vier Samenkörnern, aus dem auch entsprechend viele Mangold Pflanzen wachsen können. Mangold erinnert im Habitus an den Löwenzahn, nur werden die Blätter viel, viel größer. Gegessen werden Blätter und Stiele. Wir können entweder den Mangold als ganze Pflanze ernten, oder nur die äußeren Blätter. Bleibt das Herz stehen, wachsen immer wieder Blätter nach und wir können über einen sehr langen Zeitraum ernten, oft ein ganzes Jahr! Wie beim Löwenzahn so wächst auch beim Mangold irgendwann aus der Mitte eine Blüte heraus. Mit dem Einsetzen der Blüte verlieren die Blätter ihren Geschmack, dann ist die Erntezeit beendet. 

Ein sehr gutes Video (englisch) über den Mangold von der Aussaat bis zur Ernte. Gartenvokabeln


Anleitung zur Aussaat von Mangold: Samentüten-Dolmetscher und mehr

Der richtige Zeitpunkt

Auf den Samentüten wird der Zeitpunkt für die Aussaat, die Keimtemperatur und die Keimdauer angegeben. Die meisten Tütchen empfehlen, Mangold die der Zeit von März bis Juni/Juli bei Temperaturen von 18 bis 20 C° auszusäen. Die Keimung dauert dann 10 bis 14 Tage. Das bedeutet:

  • Wir dürfen Mangold aussäen, wenn in den nächsten zwei Wochen mit einer Temperatur von 18 bis 20 C° zu rechnen ist.

Bis Mai muss die Aussaat daher im Haus erfolgen. Dabei müssen wir bedenken: Mangold bildet Blüten, wenn auf eine Periode mit kühlen Temperaturen warmes Wetter folgt. Setzen wir z.B. im März bei frühlingshaften 20 C° unseren Mangold in den Garten, so wird die Erntesaison möglicherweise nur kurz: Fällt das Thermometer im April auf 2C° wird der Mangold beim nächsten Temperatur Anstieg mit den Blättern auch eine Blüte austreiben. Ich säe bzw. pflanze Mangold deshalb immer erst im Mai. So kann ich den ganzen Sommer und Herbst ernten. Mangold ist recht frostfest und kann über Winter auf dem Beet bleiben. So gibt es weitere Ernten im zeitigen Frühjahr, bis er im Mai zu blühen beginnt.

 

Platzbedarf

Der Platzbedarf hängt von zwei Dingen ab: Wollen wir nur Blätter ernten wie beim Spinat, kann der Mangold recht eng beieinander stehen. Sollen sich auch Rippen entwickeln, braucht der Mangold mehr Platz. Außerdem spielt die Bodenvorbereitung eine wichtige Rolle. Haben wir das Beet nur einfach umgegraben, muss der Mangold seine Wurzeln zur Seite schicken, da in der Tiefe kein Durchkommen ist. Im Hoch- oder Tiefbeet können die Wurzeln dagegen in die Tiefe ausweichen, der Mangold kann enger beieinander stehen und die Erträge pro m² sind höher.

  • Abstand Blattnutzung 25 cm in der Reihe und 30 cm zwischen den Reihen (15 cm in alle Richtungen im Hoch-oder Tiefbeet); Abstand Rippennutzung 40 cm in alle Richtungen (25cm im Hoch-oder Tiefbeet in versetzten Reihen)

Auf den Samentüten ist immer nur der Abstand für ein einfach umgegrabenes Beet angegeben.

 

Direktsaat und Vorkultur

Um mögliche Verluste auszugleichen sollte bei Mangold wie bei den meisten Gemüsearten immer 20 % mehr ausgesät werden als gebraucht wird. Mangold kann direkt ins Beet gesät werden. Das ist aber nur zu empfehlen, wenn es weit und breit keine Schnecken gibt. Ansonsten kann man Mangold in einer Multitopfplatte selber vorziehen, wie oben im Video zu sehen. In der Regel wachen aus einem Samenkorn mehrere Pflanzen. Die gängige Empfehlung lautet: Alle bis auf ein Pflänzchen entfernen. Die die Pflanzen so dicht bei einander stehen gilt: Überzählige Sämlinge nicht ausreißen, sondern bodentief abschneiden.

Ein guter Zeitpunkt für die Vorkultur ist vier Wochen vor der geplanten Pflanzung. Schwanken die Temperaturen um diese Zeit stark, erfolgt die Vorkultur am besten im Haus. Für Anfänger wahrscheinlich das einfachste: Vorgezogene Jungpflanzen kaufen. Für alle Jungpflanzen wichtig: Bevor es ins Beet geht, muss der junge Mangold an Freiland Bedingungen gewöhnt werden. Dafür werden die Jungpflanzen 10 Tage tagsüber ins Freiland gestellt, die Nacht verbringen sie im Haus.

Hier weitere Tipps zu Anzucht und Einpflanzen.

 

Wasser

Samen entwickeln sich nur zu gesunden Jungpflanzen, wenn sie weder zu viel noch zu wenig gegossen werden! mehr

 

Standort, Kulturdauer und Schädlinge

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