Knoblauch pflanzen

Knoblauch gehört ganz klar zu meinen Lieblingen im Gemüsegarten: Pflegeleicht, dekorativ und frisch ein kulinarischer Hochgenuss!

Knoblsuch Anbau: stecken, pflegen und ernten

Anspruch:

Knoblauch Anbau im eigenen Garten
Knoblauch

 Knoblauch ist bei mir eine der einfachsten Kulturen überhaupt, da er wegen des starken Geruchs von den meisten Schädlingen gemieden wird, sogar die Nacktschnecken machen einen Bogen um ihn. Außerdem ist er nicht allzu anspruchsvoll was die Bodenpflege angeht. Wichtig ist nur, dass die Zehen bereits im Herbst oder im Februar in die Erde gesteckt werden, da Knoblauch eine Kälteperiode braucht.

 

Anfänger?

Allgemeine Einführung und Video für alle, die sich unter Knoblauch Anbau nichts vorstellen können.

 

 

Zeitfenster

 Im Herbst gesteckte Zehen können im Juni als fertige Knollen für die Lagerung geerntet werden. Milden, jungen Knoblauch für den täglichen Bedarf gibt es oft schon im Mai. Bei Pflanzung von Februar bis April erfolgt die Ernte im Juli. 

 

Standort

Knoblauch braucht ein sonniges Plätzchen. Die meisten Ratgeber empfehlen 6 Stunden Sonne am Tag. In meinem Garten wächst er sehr geschützt vor einer Ziegelmauer und bekommt pro Tag vier bis fünf Stunden Sonne. Am selben Standort sollten im Jahr davor oder danach keine anderen Gemüse aus den selben Familie (Zwiebeln) wachsen. Bei drei-oder vierjährigem Fruchtwechsel gedeiht der Knoblauch noch besser.

 

Stecken

Wer Saatknollen kauft stellt sicher, dass der Knoblauch auch an das hiesige Klima angepasst ist, was bei Knoblauch aus dem Supermarkt oft nicht der Fall ist. Nochmal der wichtige Hinweis: Knoblauch bildet nur dann Knollen, wenn er eine Kälteperiode miterlebt hat! Er kann im Herbst oder im Februar gesteckt werden. Manche Ratgeber empfehlen sogar eine Pflanzung bis April. Damit hatte ich aber noch nie Erfolg. Ich stecke Knoblauch im Oktober, aus mehreren Gründen:

  • Der Knoblauch belegt das Beet von Oktober bis Anfang Juni. Danach nehmen Zucchini und Kürbis seinen Platz ein. Im Februar oder später gepflanzter Knoblauch ist frühstens Mitte Juli erntereif, wenn die Auswahl an Nachkulturen sehr eingeschränkt ist.
  • Während der Wintermonate braucht mein Knoblauch keinerlei Pflege, Unkraut wächst nicht, die Schädlinge halten Winterschlaf, nicht mal Gießen ist erforderlich.
  • Die Knollen werden größer.

Knoblauchzehen werden 4 cm tief in die Erde gesteckt.

Der Pflanzabstand richtet sich nach der Bodenvorbereitung: Für alle, die wie ich im Hoch- oder Tiefbeet pflanzen, reichen 10 cm. Ohne spezielle Bodenvorbereitung sind 15 cm Abstand erforderlich.

Weitere Details zum Thema Knoblauch stecken.

Knoblauch ist eine recht Charakter starke Pflanze, der sich nicht mit jeder Gemüseart verträgt, daher sollten unbedingt die Regeln der Mischkultur beachtet werden!

 

 

Pflegen und Ernten

Die wichtigsten Pflegemaßnahmen finden vor dem Pflanzen statt.

Knoblauch verzeiht uns zwar viele Fehler - selbst auf meinen anfangs steinigen Böden ist er anstandslos gewachsen. Trotzdem kann eine gute  Bodenvorbereitung nicht schaden.

Ebenfalls vor dem Pflanzen sollten wir noch Dünger und Kompost verteilen. Genaue Angaben zu den erforderlichen Düngemengen sind in Biogärten immer schwierig, da wir ja den Boden ernähren und nicht die Pflanze. Und jeder Boden in jedem tickt nun mal anders. Wer keine Boden Analyse durchführen möchte kann zunächst einmal nach diesen Richtlinien düngen:

  • Ein Eimer voll Kompost und eine Handvoll Hornspähne pro m², wie bei allen Mittelzehreren.

Mein Gartenboden war anfangs extrem hart und verdichtet, deshalb verteile ich nach Möglichkeit mehr als nur einen Eimer Kompost. Aber wie gesagt: jeder Boden tickt anders! Über den Winter finden bei mir keinerlei weitere Pflegemaßnahmen statt.

Im zeitigen Frühjahr beginne ich regelmäßig zu hacken, ab Mai verteile ich eine dünne Mulchschicht. Ebenfalls ab Mai gieße ich meinen Knoblauch bei Trockenheit. Achtung! Auch beim Gießen kann einiges schief gehen!

Erntereif ist der Knoblauch, wenn das Laub etwa zur Hälfte gelb geworden ist.

 


Knoblauch im Garten-Alltag

Ungeahnte Milde!

Knoblauch, im Herbst gepflanzt, ist bei mir vom ersten Versuch an gut gewachsen. Mit einer späteren Pflanzung hatte ich dagegen keinen Erfolg. Das gleiche gilt für Knollen aus dem Supermarkt. 

Mein im Oktober gesteckter Knoblauch zeigt vor dem Wintereinbruch schon das erste Zwiebelgrün.

Anfang/Mitte Mai im darauf folgenden Jahr beginne ich mit der Ernte. Der Knoblauch hat dann noch nicht seine volle Reife erreicht - das Laub ist noch ganz grün - aber diese jungen Knollen sind schon sehr lecker: mild, aber trotzdem würzig; das Laub kann wie Schnittlauch gegessen werden. Auch dünsten wie Lauch ist möglich. Eine wahre Delikatesse sind auch die Knoblauchblüten, sie schmecken gedünstet zart und cremig, ein bisschen wie Spargelspitzen.  Der typische Geruch ist erst ansatzweise vorhanden. Dieser junge Knoblauch ist nur wenige Tage lagerfähig, deshalb ernte ich nur bei Bedarf. Anfang Juni wird das Laub gelb, Zeit für die Haupternte. Nach der Ernte muss der Knoblauch noch einige Wochen trocknen, danach am besten zu Zöpfen geflochten an einem kühlen, luftigen Ort aufbewahren.

 

Anbauwert: Bei reifen Knollen schmecke ich keine Unterschied zwischen Garten- und Handelsware. Die jungen Knoblauchknollen- und Blüten bieten dagegen ein Geschmackserlebnis, das man nicht kaufen kann, und die Knoblauchzöpfe in der Küche sehen einfach toll aus!

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