Salat Anbau für Einsteiger

Extra Tipps für alle, die zum ersten Mal Salat pflanzen möchten.

Wie Salat wächst

Salat wird aus Samen gezogen. Aus jedem Samenkorn wächst zunächst ein Salatkopf. Diese Köpfe stellen jedoch nur die erste Wachstumsphase dar. Relativ schnell nach der Kopfbildung beginnt der Salat in die Höhe zu wachsen und Blüten zu bilden, was sehr imposant aussieht! Dieser Vorgang wird als "schießen" bezeichnet. Ein ausgewachsener, blühender Salat kann locker einen Meter Höhe erreichen. Je höher der Salat wächst, umso bitterer schmecken die Blätter. Deshalb ernten wir Salat auch immer, bevor er zu schießen beginnt. Verlieren die Salatköpfe ihren leicht öligen Glanz, wird es höchste Zeit für die Ernte, denn dann setzt sehr bald das Höhenwachstum ein. Im Sommer geht das so schnell, dass wir oft den richtigen Erntezeitpunkt verpassen! Für unerfahrene Gärtner einfacher: Salatanbau im Frühjahr.

Bei Kopfsalat ernten wir den ganzen Kopf auf einmal. Bei Salaten mit einer offenen Mitte, z.B. Eichlaubsalat, können wir  nur die äußeren Blätter entnehmen. Bleibt das Herz stehen, wachsen neue Blätter nach und wir können über einen längeren Zeitraum ernten. Diese Salat werden als Pflücksalat angeboten. Oft ließt man, das Pflücksalate den ganzen Sommer beerntet werden können. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit: Richtig ist, das der Salat bis zum Frost immer wieder nachwächst - verschwiegen wird dabei aber, dass die Blätter relativ schnell bitter werden. Gerade im Sommer gehen auch Pflücksalate sehr schnell in die Blüte, so dass wir oft nur ein oder zwei Mal ernten können.

 Salat wird immer in Sätzen gesät: Das bedeutet: wir säen nur so viele Salate aus, wie wir in den nächsten Wochen verbrauchen. Im Frühjahr kann reifer Salat etwa 2bis 3 Wochen auf dem Beet stehen bleiben, bevor er seinen Glanz verliert. Im Sommer müssen wir damit rechnen, dass Salat zu schießen beginnt, bevor der Kopf richtig schön prall ist, deshalb lohnt es sich nicht, mehr als 5 Salate auf einmal zu säen.

Video (englisch) über Salat Anbau von der Aussaat zur Ernte. Gartenvokabeln


Anleitung zur Aussaat von Salat: Samentüten-Dolmetscher und mehr

 Der richtige Zeitpunkt

Im Frühjahr ist der Salat Anbau am einfachsten.

Wann genau Salat gesät werden kann, ist von Sorte zu Sorte verschieden. Es gibt Frühjahrs-, Sommer- und Wintersorten. Auf den Samentütchen sind sowohl die geeigneten Monate für die Aussaat, als auch die ideale Keimtemperatur sowie die Keimdauer angegeben. Steht auf dem Tütchen Aussaat ab April, Keimtemperatur 10 bis 15 C°, Keimdauer 8 bis 14 Tage, so bedeutet das:

  • Während der Keimzeit, im Fall von Salat 8 bis 14 Tage, sollte die Temperatur möglichst oft zwischen 10 und 15 C° liegen.

Wollen wir die ersten Salate im Mai ernten, müssen wir Ende Februar aussähen. Da es in dieser Jahreszeit selbst in milden Gegenden zu kalt ist, empfiehlt sich die Aussaat auf der Fensterbank. Allerdings hatte ich mit so früher Vorkultur nie viel Erfolg: Auf Grund des Lichtmangels waren meine jungen Salte nie wirklich gesund. Deshalb bin ich dazu übergegangen, den ersten Satz Salate zu kaufen. Im März werden überall Jungpflanzen angeboten. Ab Mitte März reicht das Licht aus, um problemlos eigenen Salat zu säen. Ab Mai muss meist selbst ausgesät werden, da dann keine Jungpflanzen mehr angeboten werden. 

Wer im Sommer Salat aussähen möchte und nach Samen für eine entsprechend hohe Keimtemperatur sucht, der sucht vergeblich. Auch Sommersalate brauchen kühle Startbedingungen und keimen nur bei Temperaturen zwischen 10 und 15 C°. Die können wir im Juli aber nicht bieten, deshalb müssen wir uns mit einem Trick helfen: Wir wickeln die Samen in feuchtes Küchenpapier ein und legen sie drei Tage in den Kühlschrank. Danach sind alle keimhemmenden Stoffe abgebaut, und der Salat keimt auch bei höheren Temperaturen.

 

Platzbedarf

Wie viele Salatköpfe auf einem m² wachsen können, hängt davon ab, wie locker und humos der Boden ist. Haben wir das Beet nur einfach umgegraben, muss der Salat seine Wurzeln zur Seite schicken, da in der Tiefe kein Durchkommen ist. Im Hoch- oder Tiefbeet können die Wurzeln dagegen in die Tiefe ausweichen, die Pflanzen können enger beieinander stehen und die Erträge pro m² sind höher.

  • Abstand im normalen Beet: 30 cm in der Reihe und 30 cm zwischen den Reihen
  • Abstand im Hoch/Tiefbeet oder in Gefäßen: 15 bis 20 cm in alle Richtungen in versetzten Reihen

Anbau in versetzten Reihen bedeutet:  Wir beginnen in der ersten Reihe ca. 10 cm vom Rand entfernt mit der ersten Pflanze und setzen alle 2o cm einen weiteren Salat. Die zweite Reihe hat 20 cm Abstand zur ersten. Wir beginnen mit der Pflanzung diesmal ca. 20 cm vom Rand und setzten wieder alle 20 cm einen Salat. So wachsen die Köpfe quasi im Schachbrettmuster.

 

 Aussaat

Wie man Salat vorzieht und einpflanzt, ist in den Videos auf der Seite  Aussaat und Jungpflanzen zu sehen.

Wichtig: Bevor es ins Beet geht, muss der junge Salat an Freiland Bedingungen gewöhnt werden. Dafür werden die Jungpflanzen 10 Tage lang tagsüber ins Freiland gestellt, die Nacht verbringen sie im Haus.

Das weitaus größte Problem in der Praxis: Die Schnecken! Wer kein Schnecken sicheres Plätzchen anbieten kann, braucht es mit Salat gar nicht erst zu versuchen. Direktsaat ist sehr schwierig - selbst in meiner Schnecken- Festung . Irgendeine Mini-Schnecke befindet sich immer noch im Beet, und stürzt sich mit großem Appetit auf jeden Keimling. Jungpflanzen groß zu ziehen ist bedeutend einfacher - einen Totalausfall gibt es nur, wenn eine große Schnecke das Salatbeet besucht, und auch die schafft in einer Nacht nicht das ganze Beet. Haben Schnecken dagegen freien Zugang zum Salatbeet, ist von den Jungpflanzen meist nach der ersten Nacht nichts mehr zu sehen!!!

 

 Wasser

Samen entwickeln sich nur zu gesunden Jungpflanzen, wenn sie weder zu viel noch zu wenig gegossen werden! mehr

 

Standort, Kulturdauer und Schädlinge

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