Spinat - Aussaat, Anbau und Pflege

Anleitung zum Anbau von Spinat auf kleiner Fläche: Die Theorie

Schwierigkeit: Der Anbau von Spinat ist recht einfach, allerdings nur wenn die Voraussetzungen stimmen: Der Boden muss sehr humos und locker sein, außerdem müssen die Schnecken ferngehalten werden. In Gefäßen sind diese Voraussetzungen normal gegeben, so dass der Anbau hier völlig problemlos ist.  

 

Von der Aussaat zur Ernte: Spinat kann im Februar/März für die Frühjahrsernte ausgesät werden. Erfolgt die Aussaat im August/September können wir den ganzen Winter über bis ins Frühjahr ernten. Egal ob Frühjahrs oder Sommeraussaat: Bis die ersten Babyblättchen reif sind, dauert es ca. 8 Wochen. Hier weitere Details über Spinat allgemein und über die Aussaat.

 

Spinat im Garten-Alltag

Der allerbeste Wintersalat!

Spinat gilt als leicht zu kultivierendes Gemüse, dass noch zusätzlich die Bodenstruktur verbessert. Leider gilt das nur in Gärten, die schon lange bewirtschaftet werden. Bei neu angelegten Beeten haben wir dagegen ein Problem: Wir müssen den Spinat erst mal davon überzeugen, auf dem Boden zu wachsen, den er verbessern soll! Denn Spinat liebt lockeren, humusreichen Boden. Auf meinem verdichteten Boden hat es ihm so überhaupt nicht gefallen. Den direkt gesäten Spinat habe ich nach der Aussaat nie wieder gesehen. Wobei ich nicht weiß, ob möglicherweise schwache Keimlinge den Schnecken zum Opfer gefallen sind oder ob die Saat gar nicht aufgegangen ist. Wesentlich besser klappt es mit Jungpflanzen. Dafür säe ich den Spinat im August in relativ tiefe Töpfe. So kann ich die Jungpflanzen mit viel Blumenerde ins Beet setzen. Dank dieser guten Startbedingungen wächst der Spinat dann recht brav. Und in der Tat: Wenn er denn wächst, hinterlässt er wirklich einen traumhaften Boden, auf dem Wurzelgemüse wie Möhren und Radieschen prächtig gedeihen! Schmecken tut er auch noch, besonders als Babygemüse.

Ich kultiviere Spinat nur über den Winter. Mit der Vorkultur der Jungpflanzen schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe: Der Spinat wächst besser und ich kann den Platz im Beet von Ende August bis Ende September für andere Pflanzen nutzen. Wenige Wochen nach der Pflanzung, meist Mitte Oktober, kann ich die ersten Blättchen ernten. Ich nutze Spinat hauptsächlich als Wintersalat. Er verträgt Frost bis mindestens - 10 C°, was wir hier im Rheinland so gut wie nie haben. Bei milden Temperaturen über 6 C° wächst er gut nach. Bei Frost kann allerdings vorübergehend nicht geerntet werden. Im Winter sind meine Beete flächendeckend mit Spinat und Feldsalat bedeckt. Theoretisch dauert die Ernte bis in den Mai, allerdings räume ich den Spinat im Frühjahr nach und nach ab, um Platz für neues Gemüse zu machen. Dabei bleiben die Wurzeln immer im Boden.

Anbauwert: Für mich ist Spinat der allerleckerste Wintersalat. Babyblätter bekommt man nur schwer im Handel. Die Boden verbessernden Eigenschaften sind auf meinen dichten Böden von unschätzbarem Wert.