Spinat Anbau für Einsteiger

Wie Spinat wächst

Spinat wird aus Samen gezogen. Aus jedem Samenkorn wächst theoretisch eine Blattrosette. Wir können die Pflanze als ganzes ernten, oder wir entnehmen immer nur die äußeren Blätter. Dann wachsen neue Blätter nach und wir können über einen längeren Zeitraum ernten. Werden die Tage im Spätfrühling länger, beginnt der Spinat zu blühen. Dann verlieren die Blätter ihren Geschmack. Deshalb wird Spinat entweder im zeitigen Frühjahr oder im Spätsommer und Herbst kultiviert.

Anleitung zur Aussaat von Spinat: Samentüten-Dolmetscher und mehr

Der richtige Zeitpunkt

Auf den Samentüten sind sowohl die geeigneten Monate für die Aussaat als auch Keimdauer und die ideale Keimtemperatur angegeben. Steht auf dem Tütchen Aussaat Februar bis April oder August bis September, Keimtemperatur 6 bis 20 C°, Keimdauer 7 bis 14 Tage, so bedeutet das:

  • Während der Keimzeit, im Fall des Spinats ein bis zwei Wochen, sollte die Temperatur möglichst oft zwischen 6 und 20 C° liegen.

Die Erntesaison für Spinat ist im Frühjahr meist schon im Mai beendet, da der Spinat dann zu blühen beginnt. Spinat braucht etwa acht Wochen von der Aussaat zur Ernte. Wir müssen im Frühjahr deshalb schon sehr zeitig im Haus aussähen - und dafür sorgen, dass der Spinat bei den meist noch kühlen Temperaturen draußen zügig weiter wächst. Dafür brauchen wir Hilfsmittel wie Folientunnel oder Gartenvlies. Viel einfacher für Einsteiger ist der Anbau im Spätsommer: Mitte/Ende August ist die relativ hohe Keimtemperatur kein Probelm, der Spinat wächst sehr schnell heran. Dank der kürzer werdenden Tage kommt er aber nicht auf die Idee, zu blühen. Die Ernte dauert den ganzen Herbst. Spinat ist frostfest bis - 10 C°. Wer Glück hat, bringt seinen Spinat sogar über den Winter und kann im nächsten Frühjahr weiter ernten, bis im Mai die Blüte einsetzt.

 Auf den Samentüten ist vermerkt, ob die jeweilige Sorte für den Anbau im Herbst geeignet ist.

 

Platzbedarf

Auf den Samentüten ist immer der Abstand für ein einfach umgegrabenes Beet angegeben. Wie viel Spinat tatsächlich auf einem m² wachsen kann, hängt davon ab, wie locker und humos der Boden ist. Haben wir das Beet nur einfach umgegraben, muss der Spinat seine Wurzeln zur Seite schicken, da in der Tiefe kein Durchkommen ist. Im Hoch- oder Tiefbeet können die Wurzeln dagegen in die Tiefe ausweichen, die Pflanzen können enger beieinander stehen und die Erträge pro m² sind höher.

  • Abstand im normalen Beet: 15 cm in der Reihe und 30 cm zwischen den Reihen
  • Abstand im Hoch/Tiefbeet oder in Gefäßen: 10 cm in alle Richtungen in versetzten Reihen

Anbau in versetzten Reihen bedeutet:  Wir beginnen in der ersten Reihe ca. 5 cm vom Rand entfernt mit der ersten Pflanze und setzen alle 1o cm einen weiteren Spinat. Die zweite Reihe hat 10 cm Abstand zur ersten. Wir beginnen mit der Pflanzung diesmal ca. 10 cm vom Rand und setzten wieder alle 10 cm einen Spinat. So wächst der Spinat quasi im Schachbrettmuster.

 

 Aussaat

Meist wird empfohlen, Spinat direkt ins Beet zu säen. Wie das geht ist im Video "Aussaat ins Beet" zu sehen. Da junger Spinat auf dem Spiesezettel der Nacktschnecken an einer der ersten Stellen steht, klappt es mit der Direktsaat in den meisten Gärten aber nicht. Besser: Spinat in Multitopfplatten vorziehen, wie am Ende des Videos "Aussaat in Pflanzschalen" zu sehen. Diese Vorkultur sollte etwa vier Wochen vor dem geplanten Auspflanzen stattfinden. Wichtig: Bevor es ins Beet geht, muss der junge Spinat an Freiland Bedingungen gewöhnt werden. Dafür werden die Jungpflanzen 10 Tage lang tagsüber ins Freiland gestellt, die Nacht verbringen sie im Haus.

 

Wasser

Samen entwickeln sich nur zu gesunden Jungpflanzen, wenn sie weder zu viel noch zu wenig gegossen werden! mehr

 

Standort, Kulturdauer und Schädlinge

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