Kürbis Anbau für Einsteiger

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Der Kürbis Anbau im Detail

Anspruch

Wirklich schwer ist der Anbau von Kürbis nicht, aber es braucht ein bisschen Fingerspitzengefühl: Die richtige Dosierung des Düngers ist nicht ganz einfach. Denn bei zu viel Stickstoff entwickeln sich nur Blätter, keine Blüten und Früchte. Außerdem schätzen unerfahrene Gärtner den immensen Platzbedarf oft nicht richtig ein.

 

Zeitfenster

Die Kürbissaison beginnt Ende April mit der Anzucht von Jungpflanzen im Haus. Alternativ ab Mitte Mai vorgezogene Jungpflanzen kaufen und gleich ins Beet pflanzen. Die ersten Kürbisse gibt es ab August, die Ernte zieht sich bis in den Oktober hinein.

 

Standort

Kürbis braucht viel Sonne, ideal sind 6 Stunden am Tag. Mein Gemüsegarten bekommt leider nur vier bis fünf Stunden pro Tag. Damit der Kürbis trotzdem gut gedeiht, lasse ich ihn in die Höhe wachsen. So nimmt er auch deutlich weniger Platz in Anspruch. Am selben Standort sollten im Jahr davor oder danach keine anderen Gemüse aus den selben Familie (Zucchini und Gurken) wachsen. Bei drei- oder vierjährigem Fruchtwechsel gedeihen Kürbisse noch besser.

 

Aussaat und Pflanzen

Wer sich das Leben leicht machen will, kauft einfach Jungpflanzen. Ab Mai werden sie überall angeboten. Beim Kauf von Jungpflanzen zahlt sich Bescheidenheit aus: Je kleiner die Pflanzen, umso einfacher und schneller wächst der Kürbis im Beet an. Wünschenswert sind Jungpflanzen, die neben den Keimblättern nicht mehr als zwei bis drei richtige Blätter haben.

Da die Anzucht aus Samen extrem einfach ist, ziehe ich meine Kürbisse immer selbst heran.

Egal ob gekauft oder selbst gezogen: Der Kürbis darf erst ins Beet, wenn kein Frost mehr droht, meist Mitte Mai. Wächst der Kürbis auf dem Boden, nimmt er gut und gern zwei bis drei m² in Anspruch, sowohl im normalen als auch im  Hoch- oder Tiefbeet.

Ich lasse meinen Kürbisse an einer Stange hochranken, so reicht pro Kürbis ein Standraum von einem m².

Wer neben dem Kürbis noch Platz hat und andere Gemüse mit ins Beet pflanzen möchte, sollte unbedingt die Regeln der Mischkultur beachten.

 

Pflegen und Ernten

Die wichtigsten Pflegemaßnahmen finden vor dem Pflanzen statt. Kürbisse brauchen eine sorgfältige Bodenvorbereitung mit viel Kompost. Obwohl sie einen hohen Nährstoff Bedarf haben um ihr enormes Wachstum zu bewältigen, müssen wir mit Dünger vorsichtig sein: Bei zu viel Stickstoff bildet der Kürbis nämlich hauptsächlich Blätter, Früchte sind dagegen Mangelware. Genaue Angaben zu den erforderlichen Düngemengen sind in Biogärten immer schwierig, da wir ja den Boden ernähren und nicht die Pflanze. Und jeder Boden tickt nun mal anders. Wer keine Boden Analyse durchführen möchte kann zunächst einmal nach diesen Richtlinien düngen:

  • Zwei Eimer voll Kompost und zwei Handvoll Hornspähne pro m², wie bei allen Starkzehreren.

Ich arbeite immer so viel reifen Kompost ein wie nur möglich, da mein Gartenboden anfangs extrem verdichtet war. Falls vorhanden auch mehr als zwei Eimer. Mit den regelmäßigen Kompostgaben konnte ich die Bodenstrucktur immer weiter verbessern. Aber wie gesagt: jeder Boden tickt anders! Anfang Juli dünge ich meine meinen Kürbis nach, dann verwende ich das schneller wirksame Hornmehl.

Kürbisse haben einen hohen Wasserbedarf. Dank einer Mulchschicht

hält sich der Gießaufwand bei mir aber in Grenzen, meist gieße ich nur einmal pro Woche. Achtung! Auch beim Gießen kann einiges schief gehen!

 

Erntereif ist der Kürbis, wenn er die sortentypische Farbe hat. Soll der Kürbis gelagert werden, muss der Stängel eingetrocknet sein.

 

Kürbisse und Nacktschnecken

Kürbisse müssen vor allem direkt nach der Pflanzung vor Nacktschnecken geschützt werden. 

Sobald sie sich im Beet etabliert haben, wachsen sie schneller, als die Schnecken fressen können.

Manchmal finden die Schnecken aber auch Gefallen an den zarten Blüten.

 

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